Fernbleiben von Windows

Der Weg von einem Betriebssystem zu einem anderen ist meist steinig und mit vielen Fallen gepflastert. Das muss nicht sein. Windows muss auch nicht sein.

Computer haben mich jahrelang nur genervt. Sie haben nie das getan, was ich von ihnen wollte, stürzten dauernd ab und waren auch in ihrer Kommunikation mit mir eher unfreundlich. Das war ungefähr von Windows 95 über 98 bis xp. Dann habe ich mein ganzes Geld zusammengekratzt und mir einen Mac gekauft(Macbook 2. Generation). Seitdem hat sich meine Einstellung zu Computern stark verändert. Anstatt bei allem Ungewohnten gleich einen Fehler zu vermuten bin ich aufgeschlossen und neugierig geworden. Ich bin mir jedoch im klaren, dass es dabei eher um einen subjektiven Eindruck geht, denn so groß wie ich sie empfinde sind die Unterschiede zwischen den Betriebssystemen nicht. Klar ist nur: Kein Bock mehr jemals wieder die MS Windows zu betreten!

Und nun macht die Hardware zunehmend Probleme. Noch keine großen, aber man kennt das von komplexen Geräten: hier ein kleines Problem, da noch eines und aus Erfahrung weiss man, das Ding ist schon ein wenig abgenutzt, wird ja auch viele Stunden täglich genutzt und umhergeschleppt. Falls es seinen Geist aufgeben sollte fehlt mir jedoch das Geld für einen neuen Mac, denn so gut wie sie sind, so teuer sind sie auch. Ich hoffe zwar, dass ich noch ein wenig damit durchkomme, bis ich vielleicht ein etwas höheres Einkommen habe, aber im Moment bereite ich mich darauf vor, dass die Zeit nicht reichen wird.

Das Problem wird also sein, mit einem Computer für wenig Geld zurechtzukommen und trotzdem nicht zu Windows zurückzumüssen. Dieses Problem kennt eine alte und bewährte Antwort: Linux.

So einfach ist die Antwort jedoch nicht! Linux ist nicht gleich Linux: es gibt verschiedene Desktops, Kernels, Distributionen und andere Dinge von denen ein normaler Computernutzer nie gehört hat. Die Namen sind vielen wahrscheinlich schon mal begegnet: suse, ubuntu, debian, fedora, mandriva usw.. Aber was sollen sie bedeuten und vor allem, was bedeuten sie für mich als potentiellen Nutzer? Mir ist immer wieder der Name Ubuntu zusammen mit dem Prädikat “Einsteigerfreundlich” begegnet, andererseits sind Linuxnutzer meist Informatiker, die viel mehr Ahnung von Computern haben als ich sie anstrebe. Also habe ich mir mal dieses Ubuntu angeschaut. Mit einer Live-CD kann man das ohne es installieren zu müssen, ein Feature, dass es von vielen anderen Linuxdistributionen auch gibt auch nicht von Ubuntu erfunden wurde. Anleitungen gibt es auf der deutschen Website Ubunuusers.de, die sehr übersichtlich und anfängerfreundlich ist.

Nach ein bischen Rumprobieren habe ich mir dann doch auch mal Informationen zu anderen Distributionen gesucht und dann festgestellt, dass alle inzwischen sehr zugänglich wirken und nicht so nerdig, wie man das von einem solchen Betriebssystem erwarten würde. Das führt zu der Frage: Welches Linux passt zu mir? Wer eine  erste Orientierung sucht und Spass an Persönlichkeitstests in der Art “Welcher Star Trek Charakter ist dir am ähnlichsten?” hat, der sollte sich mal den Linux Distribution Chooser anschauen und vielleicht auch mehrmals machen. Bei mir führt es gerade dazu, dass ich mal eine Live-CD von Mandriva ausprobiere und immer mehr einen Überblick über die bunte Linuxwelt bekomme.

Selbst wenn ich doch noch von Mac auf Mac wechseln kann, wird mein nächster Computer auf jeden Fall eine Linux-Partition haben und bis dahin werde ich einige spanndende Dinge über das bekannteste freie Betriebssystem gelernt haben.  Schaut euch doch auch mal um! Es lohnt sich.

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