Wir wissen doch inzwischen alle schon längst, dass es wichtig ist, staatliche Funktionen zu privatisieren, da sie dann durch die Mechanik des Marktes viel besser und billiger zu haben sind. Leider gibt es immer noch ein paar Bereiche das Lebens, die noch nicht vollständig in der Hand von Konzernen sind, Bereiche in denen Menschen arbeiten, die vom Staat unkündbar gemacht wurden, sogenannte Beamte. Einer dieser Bereiche ist die akademische Ausbildung(manche Irrgläubige sprechen auch von Bildung) mit den vielen überbezahlten Professoren. Doch zum Glück haben sich unsere Freunde, die Mainstreammedien etwas ausgedacht um deren Ruf zu schädigen, damit auch wirklich jeder versteht, dass wir die nicht brauchen:
Monthly Archive for August, 2009
Gerade ist das neue Buch von Albrecht Müller erschienen. Wer nicht auf alles hereinfallen will, was unsere “unabhängigen” Medien so unters Volk bringen, der sollte die Lektüre dieses Buches unbedingt in Erwägung ziehen. Der Autor ist kein Neuling im Aufklärungsgeschäft. Nach langer und erfolgreicher politischer Tätigkeit ist er inzwischen zu einem der fähigsten Kritiker der aktuellen politischen Landschaft geworden. Einfach mal einen Blick auf die Website: Nachdenkseiten werfen, dann wird recht schnell klar dass man keine leeren Phrasen, sondern fundierte Argumentationen zu erwarten hat.
Böse Dinge machen süchtig. Vor allem wenn man ihnen zufällig im Netz begegnet. Diesen “Gedanken” durften sich die Internetnutzer schon am Beispiel Kinderpornosperrlisten anhören. Weil das so gut funktioniert hat und jeder drauf reingefallen ist(ausser den >100000 Unterzeichnern der Petition, die bekanntlich wollen, dass das Internet ein rechtsfreier Raum bleibt), gibt es direkt einen Nachschlag:
Auf den ersten Blick machen die rechten Webseiten oft einen unscheinbaren Eindruck, wirken stylish und gut gemacht. Erst wer sich weiter durchklickt, bekommt mit, worum es wirklich geht. Und dann ist es oft schon zu spät.
(Quelle: Bild)
Vielleicht bin ich einfach zu phantasielos, aber mir will die Vorstellung, wie so etwas ablaufen könnte nicht gelingen. Man findet eine Webseite, liest Nazipropaganda, die ein wenig versteckt daherkommt und ehe man sich versieht ist man NPD-Wähler. Noch bevor man gemerkt hat, um was es auf der Webseite ging?
Naja, zum Glück gibt es ja Menschen, die sich darum kümmern:
Die Organisation geht gezielt gegen unzulässige Inhalte vor, ruft Provider dazu auf, die Seiten zu sperren und schaltet die Polizei ein. Aber das Schlimme ist: Nur 16 Prozent aller aufgespürten Angebote waren wirklich strafbar.
Hier ist von den Experten von Jugendschutz.net die Rede. Vorher wurde noch behauptet, sie hätten 1707 Online-Agebote der rechten Szene gefunden, also wohl unter 280 mit strafbarem Inhalt. Wieso es bedauerlich ist, dass die restlichen ca. 1400 doch nicht so schlimm waren weiß wohl nur Bild und vielleicht Jugendschutz.net, die gerne auch solche Seiten sperren wollen. Von “Löschen statt sperren(bzw. verstecken)” haben diese Leute wohl noch nichts gehört, könnte man denken. Leider würden sie den Unterschied vielleicht gar nicht verstehen, da sie auf ihrer eigenen Website pauschal alles als sperren bezeichnen, was irgendwie dazu führt, dass Inhalte nicht mehr zu erreichen sind.
Dass es eine solche Einrichtung gibt ist sicher sinnvoll, aber mit so undifferenzierendem Denken fürchte ich, dass sie eher ein Teil des Problems sind.
Eigentlich sollte ich hier eher über die Bücher, die ich lese und gelesen habe schreiben und über das sehr gelungene Mera Luna Festival in Hildesheim. Stattdessen gibt es eine Warnung an die Betreiber von Websites.
Wenn mein Browser mir dies sagt:
“Es sind zusätzliche Plugins nötig um alle Medien auf dieser Webseite anzuzeigen.”
Und die Webseite selbst einen solchen Abschnitt enthält:
“Die Seiten werden nur mit dem Internet Explorer grafisch richtig angezeigt. In einer Breitbild-Auflösung von 1680×1050.”
dann lese ich nicht weiter und ich vermute, dass es vielen so geht. Wer weiß, was da schönes zum Thema Aleister Crowley z.B. gestanden hätte.
Da lese ich dann doch lieber auf den Seiten von Lucid Dreams weiter, wo ich auf die Idee gekommen bin, mal nach Crowley zu googlen.