Freiheit statt Angst? Dann auch Linux statt Windows!

Wer die Vorkommnisse auf der Demo “Freiheit statt Angst” mitbekommmen hat, wird sicherlich mit diesem Slogan eine für viele nötige Einstellungsänderung verbinden. Angst scheint kein guter Ratgeber zu sein. Im Gegenteil, mit Angst lassen sich Menschen zu den unsinnigsten Dingen motivieren, Haupsache: “sicher”.
Dass dieses “sicher” in solchen Fällen nur bedeutet, von anderen kontrolliert zu werden, im Falle der Sicherheitspolitik von BKA und Innenministerium, und keine Abwesenheit von Gefahren, ist vielen inzwischen klar.
Doch wie sieht es mit dem eigenen Computer zuhause aus? Da geht man dann doch lieber keine Risiken ein und bleibt beim Altbewährten? Das alleine wäre noch kein Grund darüber zu schreiben und es mit politischen Themen in Verbindung zu setzen, aber ebenso wie in der Sicherheitspolitik gibt es in der Wirtschaft die Möglichkeit Angst als Mittel der Beeinflussung zu nutzen. Die englischsprachige Wikipedia kennt dieses Vorgehen als FUD(Fear, uncertinity and doubt dt.: Angst, Unsicherheit und Zweifel) und gibt in dem entprechenden Artikel einige Beispiele für dieses Vorgehen.
Microsoft nutzt genau diese Psychotricks(blödes Wort, aber genau das ist es) um die potentiellen Kunden von Linux abzuschrecken und auf Windows einzuschwören. Gerade in Bezug auf das neue Windows 7, das nach allem was ich darüber gehört und davon gesehen habe einen relativ guten Eindruck macht und sicher auch über den ehrlichen Vergleich gut abschneiden könnte, hat MS anscheinend eine solche Kampagne geplant. Den Verkäufern werden in Schulungen Lügen über Linux beigebracht, die sie dann nutzen sollen um Windows an den Kunden zu bringen. Darüber berichtet auf deutsch unter anderem die Linux-Community,eine Website, des Verlags zweier bekannter Linux-Zeitschriften. Dort findet man auch einen Link auf den Wikipedia-Artikel zu den sogenannten Halloween-Dokumenten, die von 1998 bis 2004 aufgetaucht sind und solche Strategien als gängige Praxis in Redmond belegen.
Wer sich dazu noch weiter informieren will findet im Netz eine Menge Material. Ein Fazit könnte jedoch für aufgeklärte Menschen darin bestehen auf Windows zu verzichten, oder zumindest nicht auf solche Propaganda reinzufallen, die leider viel zu sehr den Strategien unserer Sicherheitspolitiker ähnelt, die sich im Geiste schon von den Grundsätzen unserer Rechtsordnung gelöst haben.

Die Künstler müssen doch auch von etwas leben!

Du kaufst die einen PC und zahlst dafür Urheberrechstabgabe, weil du damit kopieren könntest.
Dafür hat die Urheberrechtslobby gesorgt!

Du kaufst dir einen CD/DVD-Brenner und zahlst dafür Urheberrechstabgabe, weil du damit kopieren könntest.
Dafür hat die Urheberrechtslobby gesorgt!

Du kaufst dir eine neue Festplatte und zahlst dafür Urheberrechstabgabe, weil du damit kopieren könntest.
Dafür hat die Urheberrechtslobby gesorgt!

Du kaufst dir einen CD-Rohling und zahlst dafür Urheberrechstabgabe, weil du damit kopieren könntest.
Dafür hat die Urheberrechtslobby gesorgt!

Du setzt dich jetzt mit einer Musik-CD an deinen Rechner – für den du doppelt und dreifach Urheberrechtsabgaben bezahlt hast – und stellst fest, daß du wegen des Kopierschutzes, die CD garnicht kopieren kannst und auch nicht darfst!
Dafür hat die Urheberrechtslobby nämlich auch gesorgt!

gefunden an verschiedenen Stellen im Netz(zum Beispiel hier), für wahr gefunden und schamlos kopiert.

Gewählt oder nicht gewählt, das ist hier die Frage

Wer noch nicht gewählt hat, sollte sich das noch mal überlegen, denn viel Zeit bleibt nicht mehr und die nächste Möglichkeit zum Ändern ist erst in vier Jahren. Wenn man sich die letzten vier Jahre vor Augen hält, wird klar wie viel Sozialstaat und Bürgerrechte in vier weiteren Jahren erleiden können. Und: keine Stimme ist verschenkt! Selbst die kleinste Partei könnte gewählt werden, wenn es nur genügend Leute tun, anstatt sich durch das Gerede von Verschenkten Stimmen zum Wähler der bestehenden Verhältnisse zu machen. Sicher ist die Entscheidung vielleicht nicht ganz einfach, aber durch das Internet sind inzwischen mehr Informationen über die zu Wählenden zu bekommen als jemals zuvor. Es gibt also kaum eine plausible Ausrede zuhause zu bleiben.

It’s a Pirates life for me

Ahoi, Matrosen und Landratten,

es ist wieder so weit: Heute ist Talk like a Pirates Day!

Aber Piraten reden nicht nur, sie singen auch. Hier ein paar Beispiele:



Die “Schwächen” der Piraten

In der letzten Zeit waren im www viele Diskussionen um die politischen Schwächen der Piratenpartei zu lesen. Ihnen wird vieles vorgeworften, zum Beispiel offen für Rechte und Holocaustleugner zu sein oder sexistisch. Diese Diskussionen sind an Debilität kaum zu übertreffen. Wenn “politisch aktive Frauen” eine Aufforderung zum Mitmachen als Behauptung auffassen, die Frauen seien selbst schuld an ihrer Unterdrückung, dann erübrigt sich jede Diskussion, denn sie bezieht sich offensichtlich nicht mehr auf die Realität, sondern auf vage Phantasmen und paraniode Hirngespinste. Daher möchte ich hier nur auf einen gelungenen Text hinweisen, der die Position der Piraten zu diesen umstrittenen Themen klar und unmissverständlich formuliert: “Piratenabenteuer: die Durchwatung des braunen Sumpfes.

Fernbleiben von Windows

Der Weg von einem Betriebssystem zu einem anderen ist meist steinig und mit vielen Fallen gepflastert. Das muss nicht sein. Windows muss auch nicht sein.

Computer haben mich jahrelang nur genervt. Sie haben nie das getan, was ich von ihnen wollte, stürzten dauernd ab und waren auch in ihrer Kommunikation mit mir eher unfreundlich. Das war ungefähr von Windows 95 über 98 bis xp. Dann habe ich mein ganzes Geld zusammengekratzt und mir einen Mac gekauft(Macbook 2. Generation). Seitdem hat sich meine Einstellung zu Computern stark verändert. Anstatt bei allem Ungewohnten gleich einen Fehler zu vermuten bin ich aufgeschlossen und neugierig geworden. Ich bin mir jedoch im klaren, dass es dabei eher um einen subjektiven Eindruck geht, denn so groß wie ich sie empfinde sind die Unterschiede zwischen den Betriebssystemen nicht. Klar ist nur: Kein Bock mehr jemals wieder die MS Windows zu betreten!

Und nun macht die Hardware zunehmend Probleme. Noch keine großen, aber man kennt das von komplexen Geräten: hier ein kleines Problem, da noch eines und aus Erfahrung weiss man, das Ding ist schon ein wenig abgenutzt, wird ja auch viele Stunden täglich genutzt und umhergeschleppt. Falls es seinen Geist aufgeben sollte fehlt mir jedoch das Geld für einen neuen Mac, denn so gut wie sie sind, so teuer sind sie auch. Ich hoffe zwar, dass ich noch ein wenig damit durchkomme, bis ich vielleicht ein etwas höheres Einkommen habe, aber im Moment bereite ich mich darauf vor, dass die Zeit nicht reichen wird.

Das Problem wird also sein, mit einem Computer für wenig Geld zurechtzukommen und trotzdem nicht zu Windows zurückzumüssen. Dieses Problem kennt eine alte und bewährte Antwort: Linux.

So einfach ist die Antwort jedoch nicht! Linux ist nicht gleich Linux: es gibt verschiedene Desktops, Kernels, Distributionen und andere Dinge von denen ein normaler Computernutzer nie gehört hat. Die Namen sind vielen wahrscheinlich schon mal begegnet: suse, ubuntu, debian, fedora, mandriva usw.. Aber was sollen sie bedeuten und vor allem, was bedeuten sie für mich als potentiellen Nutzer? Mir ist immer wieder der Name Ubuntu zusammen mit dem Prädikat “Einsteigerfreundlich” begegnet, andererseits sind Linuxnutzer meist Informatiker, die viel mehr Ahnung von Computern haben als ich sie anstrebe. Also habe ich mir mal dieses Ubuntu angeschaut. Mit einer Live-CD kann man das ohne es installieren zu müssen, ein Feature, dass es von vielen anderen Linuxdistributionen auch gibt auch nicht von Ubuntu erfunden wurde. Anleitungen gibt es auf der deutschen Website Ubunuusers.de, die sehr übersichtlich und anfängerfreundlich ist.

Nach ein bischen Rumprobieren habe ich mir dann doch auch mal Informationen zu anderen Distributionen gesucht und dann festgestellt, dass alle inzwischen sehr zugänglich wirken und nicht so nerdig, wie man das von einem solchen Betriebssystem erwarten würde. Das führt zu der Frage: Welches Linux passt zu mir? Wer eine  erste Orientierung sucht und Spass an Persönlichkeitstests in der Art “Welcher Star Trek Charakter ist dir am ähnlichsten?” hat, der sollte sich mal den Linux Distribution Chooser anschauen und vielleicht auch mehrmals machen. Bei mir führt es gerade dazu, dass ich mal eine Live-CD von Mandriva ausprobiere und immer mehr einen Überblick über die bunte Linuxwelt bekomme.

Selbst wenn ich doch noch von Mac auf Mac wechseln kann, wird mein nächster Computer auf jeden Fall eine Linux-Partition haben und bis dahin werde ich einige spanndende Dinge über das bekannteste freie Betriebssystem gelernt haben.  Schaut euch doch auch mal um! Es lohnt sich.

Mehr Netto vom Brutto

Dies verspricht die FDP vollmündig auf allen Kanälen. Klingt ja auch gut. In der Rhein-Zeitung von heute ist sogar ein Interwiew mit Westerwelle, in dem er unter anderem dies sagt:

Frage RZ: Steuererhöhungen wirde es definitiv nicht geben?
Antwort Westerwelle: Schon bei dem Wort Steuererhöhungen bin ich taub. Auf beiden Ohren.

Wahrscheinlich meint er das etwas anders, als der normale Leser denkt, vor ein paar Tagen gab es auf N24 diese Diskussion zu sehen:

(gefunden beim Oeffinger Freidenker)

Da scheint auch jemand bei dem gleichen Wort taub zu sein, machen will er mit der FDP eine Steuererhöhung trotzdem. Er redet nur offensichtlich ungern darüber. So hat Wewi das wohl gemeint.

Gedankenmanipulation im Feldversuch

Wir wissen doch inzwischen alle schon längst, dass es wichtig ist, staatliche Funktionen zu privatisieren, da sie dann durch die Mechanik des Marktes viel besser und billiger zu haben sind. Leider gibt es immer noch ein paar Bereiche das Lebens, die noch nicht vollständig in der Hand von Konzernen sind, Bereiche in denen Menschen arbeiten, die vom Staat unkündbar gemacht wurden, sogenannte Beamte. Einer dieser Bereiche ist die akademische Ausbildung(manche Irrgläubige sprechen auch von Bildung) mit den vielen überbezahlten Professoren. Doch zum Glück haben sich unsere Freunde, die Mainstreammedien etwas ausgedacht um deren Ruf zu schädigen, damit auch wirklich jeder versteht, dass wir die nicht brauchen:

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Buchtipp: Meinungsmache

covermeinungsmacheGerade ist das neue Buch von Albrecht Müller erschienen. Wer nicht auf alles hereinfallen will, was unsere “unabhängigen” Medien so unters Volk bringen, der sollte die Lektüre dieses Buches unbedingt in Erwägung ziehen. Der Autor ist kein Neuling im Aufklärungsgeschäft. Nach langer und erfolgreicher politischer Tätigkeit ist er inzwischen zu einem der fähigsten Kritiker der aktuellen politischen Landschaft geworden. Einfach mal einen Blick auf die Website: Nachdenkseiten werfen, dann wird recht schnell klar dass man keine leeren Phrasen, sondern fundierte Argumentationen zu erwarten hat.

Gefährliche Websites: Augen zu und Finger weg! Sperren ist Löschen, ist Sperren!

Böse Dinge machen süchtig. Vor allem wenn man ihnen zufällig im Netz begegnet. Diesen “Gedanken” durften sich die Internetnutzer schon am Beispiel Kinderpornosperrlisten anhören. Weil das so gut funktioniert hat und jeder drauf reingefallen ist(ausser den >100000 Unterzeichnern der Petition, die bekanntlich wollen, dass das Internet ein rechtsfreier Raum bleibt), gibt es direkt einen Nachschlag:

Auf den ersten Blick machen die rechten Webseiten oft einen unscheinbaren Eindruck, wirken stylish und gut gemacht. Erst wer sich weiter durchklickt, bekommt mit, worum es wirklich geht. Und dann ist es oft schon zu spät.
(Quelle: Bild)

Vielleicht bin ich einfach zu phantasielos, aber mir will die Vorstellung, wie so etwas ablaufen könnte nicht gelingen. Man findet eine Webseite, liest Nazipropaganda, die ein wenig versteckt daherkommt und ehe man sich versieht ist man NPD-Wähler. Noch bevor man gemerkt hat, um was es auf der Webseite ging?

Naja, zum Glück gibt es ja Menschen, die sich darum kümmern:

Die Organisation geht gezielt gegen unzulässige Inhalte vor, ruft Provider dazu auf, die Seiten zu sperren und schaltet die Polizei ein. Aber das Schlimme ist: Nur 16 Prozent aller aufgespürten Angebote waren wirklich strafbar.

Hier ist von den Experten von Jugendschutz.net die Rede. Vorher wurde noch behauptet, sie hätten 1707 Online-Agebote der rechten Szene gefunden, also wohl unter 280 mit strafbarem Inhalt. Wieso es bedauerlich ist, dass die restlichen ca. 1400 doch nicht so schlimm waren weiß wohl nur Bild und vielleicht Jugendschutz.net, die gerne auch solche Seiten sperren wollen. Von “Löschen statt sperren(bzw. verstecken)” haben diese Leute wohl noch nichts gehört, könnte man denken. Leider würden sie den Unterschied vielleicht gar nicht verstehen, da sie auf ihrer eigenen Website pauschal alles als sperren bezeichnen, was irgendwie dazu führt, dass Inhalte nicht mehr zu erreichen sind.

Dass es eine solche Einrichtung gibt ist sicher sinnvoll, aber mit so undifferenzierendem Denken fürchte ich, dass sie eher ein Teil des Problems sind.